Berufspolitik

Bessere Förderung für Fachschulabsolventen!

Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), [früher Meister-BAFöG - jetzt neu! Aufstiegs-BAföG], regelt seit 1996 die Förderungsleistungen für Menschen, die eine abgeschlossene Berufsausbildung haben und eine Aufstiegsfortbildung anstreben. Diese Förderungsleistungen gelten auch für angehende Studierende an Fachschulen, die den Abschluß zum/zur Staatlich geprüften Techniker/-in, Betriebswirt/-in oder Gestalter/-in anstreben.

Das Aufstiegs-BAföG unterstützt mittlerweile 172.000 Studierende pro Jahr. Dies ist das Dreifache an Förderung seit 2001. Auf diesem Weg werden, unabhängig vom Alter, die Kosten der Fortbildung mit einem Beitrag gefördert und bei einem Vollzeitstudium auch ein Zuschuss zum Lebensunterhalt bewilligt. Die Erfolgsbilanz des Aufstiegs-BAföG spricht für sich. Über 1,7 Millionen konnten mit Hilfe des Aufstiegs-BAföG u.a. in die Führungsebene wechseln oder in die Selbstständigkeit.

Erfreulicherweise wird zum 01.08.2016 die Novellierung des AFBG mit folgenden Erneuerungen noch attraktiver gestaltet:

  • Die Übernahme der Lehrgangskosten ist einkommens- und vermögensunabhängig von 10.000 auf 15.000 Euro gestiegen.
  • Die Lehrgangskosten werden mit 30,5 % bezuschusst und mit 69,5% als Darlehen gewährt.
  • Um 10% steigen die Hilfen zum Lebensunterhalt. Alleinstehende können dann maximal 768 Euro pro Monat erhalten. Alleinerziehende 1003 Euro und Verheiratete mit einem Kind 1238 Euro, mit zwei Kindern 1465 Euro.
  • Ferner steigt der Anteil des Zuschusses an Hilfen von 30,5% auf 50%, sodass der Darlehensanteil auf 50% sinkt. Dies ist jedoch Einkommens- und Vermögensabhängig. Die Freibeträge beim Vermögen jedoch steigen auf 45000 Euro und beim Monatseinkommen auf 290 Euro (vorher 255 Euro).
  • Bei den Prüfungskosten erhöht sich die Übernahme auf 2000 Euro (vorher 1500 Euro).
  • Für Alleinerziehende wird der Kinderbetreuungszuschlag auf 130 Euro monatlich angehoben (vorher 113 Euro).

Fazit:

Das Förderungsprogramm wird vom Bund mit 78% und von den Ländern mit 22% finanziert. Die Verbesserungen dienen somit u.a. denjenigen als Anreiz, die gerne die Aufstiegsfortbildung zum/zur Staatlich geprüften Techniker/-in, Betriebswirt/-in oder Gestalter/-in in Betracht ziehen, aber die finanziellen Herausforderungen fürchten.

Ein interessanter Bonus soll noch erwähnt werden, wer die Abschlussprüfung besteht, erhält eine Minderung des Restdarlehens um 40%!