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Neues BVT-Vorstandsmitglied stellt sich vor: Samuel Bieg

Nach dem mittleren Bildungsabschluss entschied ich mich für eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker Fachrichtung Stanz- und Umformtechnik. Nachdem ich diese abgeschlossen hatte, wechselte ich nach drei Monaten vom Werkzeugbau in die Instandhaltung.

Neben meiner Tätigkeit schloss ich die berufsbegleitete Weiterbildung zum Industriemeister Metall ab. Nach über zehn Jahren im Beruf wurde ich durch einen Kollegen auf die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker aufmerksam und ich begann, mich mit dem Berufsbild auseinander zu setzen.

Da ich schon länger den Wunsch verspürte, mich beruflich zu verändern, kam der Vorschlag meines Kollegen, zusammen noch einmal die "Schulbank" zu drücken, zur richtigen Zeit. Allerdings war ich im Unternehmen stark eingebunden, sodass ich mich dazu entschloss, in Vollzeit zu studieren. Dies hatte für mich den Vorteil, dass ich mich stärker auf mein Studium konzentrieren konnte und innerhalb von zwei Jahren fertig war. Währenddessen arbeitete ich aber weiterhin am Wochenende für die VOIT Automotive. So blieb über die zwei Jahre der Kontakt zum Unternehmen bestehen.

In einer der ersten Wochen auf der Handwerkskammer des Saarlandes, der Ort, an dem das Studium zum staatlich geprüften Techniker stattfand, bemerkte ich an einem Informationsstand den Flyer des Bundesverbandes höherer Berufe. Nach intensiver Recherche im Internet entschied ich mich, noch als Student Mitglied im BVT zu werden.

Ich fand es wichtig, dass ein Verband die Interessen eines Berufsstandes stärkt, vertritt und öffentlich wahrnimmt. Im Jahr darauf bot der BVT in der Verbandszeitung "tema" eine Schulung zum Sicherheitsbeauftragten in Bad Honnef an. Auf der Schulung lernte ich unter anderem die Mitarbeiter der Hauptgeschäftsstelle kennen. So kam der erste persönliche Kontakt mit Mitgliedern und dem Team aus Königwinter zustande.

Bei einem weiteren Treffen lernte ich den Vorsitzenden des Bezirksverbandes Saarlandes, seinen Stellvertreter und weitere Kollegen kennen. Bei unseren Gesprächen wurde mir klar, dass es von Bedeutung ist, sich auch aktiv am Verbandsgeschehen zu beteiligen. Als es aus Altersgründen einen Wechsel im Bezirksverband Saarland gab, wurde ich als Stellvertreter gewählt und begann meine Arbeit im BVT. Kurz nach der Wahl bildete unser Hauptgeschäftsführer, Herr Wolny, eine Projektgruppe, bei der ich mich aktiv einbringen konnte.

In der Zwischenzeit hatte ich mein Studium zum staatlich geprüften Techniker abgeschlossen und konnte wieder in Vollzeit bei VOIT Automotive arbeiten. Seitdem betreue und leite ich verschiedene Projekte im Unternehmen. Außerdem bin ich verantwortlich für den Werkschutz und das Instandhaltungscontrolling.

In diesem Jahr bot sich für mich die Chance, meine Arbeit im BVT intensiver zu gestalten. Wie bereits bei der Wahl zum Stellvertreter des Bezirksverbandes Saar hat ein langjähriges Mitglied aus dem Bundesvorstand aufgrund von Altersgründen seine Arbeit beim BVT aufgegeben. Bei der Neuwahl im Mai 2017 in Bad Honnef wurde ich durch die Hauptversammlung in den Vorstand gewählt.

Mit meinem Eintritt in den Bundesvorstand möchte ich mich weiterhin für den BVT einsetzen und mit meiner Arbeit, Unterstützung und Leidenschaft für meinen Beruf als staatlich geprüfter Techniker dazu beitragen, unseren Berufstand den Stellenwert in der Öffentlichkeit und in der Politik zu geben, der ihm zusteht. Durch unsere Arbeit und durch den Zusammenhalt im Bundesverband höherer Berufe muss es uns gelingen, die breite Aufmerksamkeit der Gesellschaft, Politik, aber auch der Wirtschaft zu erhalten, um gemeinsam unsere Interessen gegenüber anderen durchzusetzen.

Dem andauernden 'Akademisierungswahn' in Deutschland muss eine stärkere Fokussierung auf die berufliche Bildung gegenüberstehen. Dieser beruflichen Bildung muss ein gleichwertiger Stellenwert eingeräumt werden. Der BVT steht als Verband für diese Angleichung in Beruf und Bildung.

Samuel Bieg, stellvertretender Vorsitzender des Bundesvorstandes