Virtuelle Studiengänge

Als Techniker/-in studieren?

Für Prof. Dr. Michael Namokel ist Transparenz und Durchlässigkeit der verschiedenen Bildungsabschlüsse ganz wesentlich. Denn nur so ist klar, ob und wie Ausbildungen und praktische Erfahrungen anerkannt werden. Davon sind gerade die staatlichen Techniker/-innen betroffen. Deshalb haben der BVT und DIPLOMA Hochschule ein einmaliges Studienmodell im Bereich der Aufstiegsqualifikation von Techniker/-innen aus den Gebieten Maschinenbau, Mechatronik und Elektrotechnik geschaffen.

Mit dem rein virtuellen Studium können die Teilnehmer/-innen bequem zu jeder Zeit von zuhause aus selber studieren, samstägliche Vorlesungen aktiv online verfolgen und gleichzeitig in ihrem Beruf tätig bleiben. Durch die Anerkennung der Vorleistungen kann ein Bachelorstudium um mindestens drei Semester verkürzt werden, das spart Zeit und mehrere tausend Euro! Für BVT Mitglieder übernimmt die DIPLOMA Hochschule zusätzlich zwei Regelstudienraten in der Höhe von mehreren Hundert Euro.

Anrechenbare Weiterbildung

Zeitersparnis

Restliche Studienzeit

Staatl. gepr. Maschinenbautechniker

3 Semester

4 Semester

Staatl. gepr. Mechatroniker

3 Semester

4 Semester

Staatl. gepr. Elektrotechniker

2 Semester

5 Semester

Aufstieg durch Qualifikation aus eigener Erfahrung

„Alle Welt spricht angesichts des schnellen technologischen Wandels von der Notwendigkeit der Fort-und Weiterbildung, wobei die Aufstiegsqualifikation nie so richtig wahrgenommen wird. Dazu gehört eben auch das Studium hin zu einer hochqualifizierten Fach- und Führungskraft“, meint Namokel.

Er weiß wovon er spricht, schließlich hat sich Namokel über die Fachoberschule und das Abendgymnasium den Zugang zu einer Gesamthochschule erarbeitet und dort sein Diplom mit anschließender Promotion gemacht. Dabei nutzte Namokel ein spezielles zeitlich begrenztes Förderprogramm des damaligen Landesvaters Johannes Rau. Schließlich übernahm Namokel Entwicklungs- und Führungsaufgaben im internationalen Management eines IT-Konzerns und erhielt eine Professur.

„Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig eine Anerkennung von Fähigkeiten und eine Förderung beim Aufstieg ist. Deshalb setze ich mich auch ganz persönlich sehr dafür ein und unterstütze überall unsere Studierenden. So hat er eine ganze Reihe hochkarätiger Industriepartner wie Siemens und Pacoma für gemeinsame Projekte und Bachelorarbeiten gewinnen können. Dadurch sammeln Studierende in technologischen Zukunftsfeldern wertvolle Erfahrungen und erhalten interessante Kontakte für eine spätere berufliche Laufbahn.

Ein Studium ist eine persönliche und fachliche Herausforderung. Deshalb legt die DIPLOMA Hochschule großen Wert auf kleine Studiengruppen, individuelle Betreuung und Zusatzangebote. Speziell

die Ingenieursmathematik stellt für viele eine Hürde dar. Namokel weiß um die Probleme gerade zu Beginn eines Studiums (s. Interview). Er hat deshalb das Tutorial „Mathematik“ für den Einstieg in die Ingenieurmathematik entwickelt. Ein Studium erweitert jedoch nicht nur die technische Qualifikation, sondern fördert auch die Persönlichkeitsentwicklung und vermittelt größere Zusammenhänge für Führungsaufgaben.

Informationen

Fachliche Fragen:
Prof. Dr. Michael Namokel     (technik@remove-this.diploma.de)

Fragen zur Anerkennung von Leistungen:
Beratungsteam (pruefungsamt@remove-this.diploma.de und https://www.diploma.de/verkuerztes-techniker-studium) Telefonisch: 05722 - 286997-50

Infos zu Studiengängen Fachbereich Technik:
www.diploma.de

Schnuppervorlesungen z. B. am 13.02.2019
www.diploma.de/virtuelle-schnupperveranstaltung-technik

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Interview mit Herr Prof. Dr. Namokel, Studiendekan Mechatronik (B.Eng.), Wirtschaftsingenieurwesen (B.Eng.), Wirtschaftsinformatik (B.Sc.) und Vizepräsident der DIPLOMA Hochschule

Das Technikerprogramm – also die Anerkennung von Vorleistungen für staatlich geprüfte Techniker/innen wird gut angenommen. Warum?

„Die deutliche Verkürzung auf vier bzw. fünf Semester für das Studium des Bachelor of Engineering in Wirtschaftsingenieurswesen bzw. Mechatronik ist attraktiv. Man spart dadurch deutlich Zeit und Geld und es winken im Anschluss interessantere Aufgaben, bessere Positionen und höheres Einkommen. Die mathematischen Grundlagen sind natürlich trotz dieser Verkürzung notwendig. “

Die Techniker/-innen studieren neben dem Beruf. Welche Hürden gibt es?

„Viele haben eine Dreifachbelastung also Beruf, Familie und Studium parallel zu bewältigen. Dies unter einen Hut zu bekommen, ist anspruchsvoll. Das virtuelle Fernstudium hilft durch die Flexibilität. Trotzdem braucht man schon eine gute Portion Selbstdisziplin, die technischen Fächer sind ja auch durchaus anspruchsvoll. Die Unterstützung durch die Familie hilft dabei nachweislich – gerade mit dem Ausblick, dass es ist ja nur für eine begrenzte Zeit ist. Dies gilt natürlich für alle Fernstudierenden.“

Wie sieht es inhaltlich aus? Der Tagesspiegel in Berlin titelte Anfang Februar diesen Jahres „Mathe ist auch für Ingenieure zu schaffen“. Was steckt dahinter?

Ingenieursmathematik ist anspruchsvoll – aber machbar. Viele Studierende haben am Anfang des Studiums noch nicht ihren Rhythmus mit einem selbstorganisierten Lernen gefunden und kennen die Höhe der Latte nicht. Deswegen ist die Durchfallquote hoch. Einen Rekord hält wohl die Universität Saarbrücken aus dem Jahr 2016 bei einer Grundlagenklausur in Informatik I mit einer Durchfallquote von 94 Prozent im Erstsemester. Am Ende – und das schrieb auch der Tagesspiegel über die großen Berliner Universitäten –  bestehen aber wirklich alle, bis auf ganz wenige Ausnahmen, das Fach Mathematik.

Durchgefallen – was sind die Auswirkungen?

Viele Studierende sind richtig enttäuscht und demotiviert – eben weil sie es nicht auf die leichte Schulter nehmen. Solche Ergebnisse stellen gerade am Anfang des Studiums die ganze Entscheidung zu studieren in Frage. Außerdem wirkt es generell abschreckend, obwohl der Ingenieurberuf ein spannender Beruf ist, der aus vielmehr als nur Mathematik besteht.

Was kann man tun?

Wir haben unser Angebot an mathematischen Vor- und Brückenkursen ausgebaut und weiterentwickelt, bspw. gibt es extra Vorbereitungskurse. Aber das reicht noch nicht wie unsere Ergebnisse zeigen. Sinnvoll sind noch mehr Hilfestellungen vor und während des Studiums. Sinnvoll könnte auch bspw. eine Prüfung der Klausuren durch Fachdidaktiker/-innen im Vorfeld sein – Stichwort Verständlichkeit und Umfang. Wir werden auch zusätzliche Übungen anbieten. Auf jeden Fall kümmern wir uns um jeden einzelnen Studierenden – das ist sicher eine Stärke von uns als private Fachhochschule.

Wie stehen Sie persönlich zu den Durchfallquoten Herr Prof. Namokel?

Ich nehme das Problem sehr ernst. Wir suchen wie die anderen Universitäten auch nach Wegen, die hohen Durchfallquoten zu reduzieren. Ich möchte Wissen vermitteln und Menschen für technische Berufe begeistern, deshalb tun mir die hohen Durchfallquoten und individuellen Enttäuschungen auch persönlich richtig weh. Meine Mitarbeiter und ich sehen aber auch, wie die Studierenden nach den Anfangsschwierigkeiten in das Studium finden, die mathematischen Anforderungen schaffen und dann gute Abschlüsse mit oft sehr interessanten Bachelorarbeiten erreichen. Deswegen ist meine Botschaft auch: „Bleibt dran, fragt uns frühzeitig und lasst uns gemeinsam die Mathehürde nehmen!“

Dr. Carsten Kolbe-Weber

Harald Fischer, Siemens AG; Studierender Zhicong Yu, Prof. Dr. Michael Namokel, Vizepräsident der DIPLOMA Hochschule und Prof. Dr. Michaela Zilling, Präsidentin der DIPLOMA Hochschule (von links)