Lernen auf Augenhöhe und mit echtem Praxisbezug – genau dieses Zusammenspiel prägt die Techniker-Weiterbildungen an den Ludwig Fresenius Schulen Stadthagen. Mit modernen Lernmethoden, erfahrenen Dozierenden und realen Projektaufträgen bietet die Schule ein Umfeld, in dem angehende Techniker:innen ihr Wissen gezielt vertiefen und zu umfassenden Fachkräften heranwachsen können. Wer sich beruflich weiterentwickeln möchte, findet hier mit den zweijährigen Weiterbildungen Bautechniker:in, Elektrotechniker:in oder Maschinentechniker:in das passende Angebot.
Lernen bedeutet in Stadthagen weit mehr als Frontalunterricht. Die Schulräume sind mit aktueller Technik ausgestattet – von Beamern und interaktiven Whiteboards über 3D‑Drucker, 3D Scanner und 3D-Brillen, bis hin zu einer CNC-Tischfräse. Voraussetzung für die Präsenz- und Online-Lehre sind leistungsfähige Notebooks, die mit Academic-Lizenzen führender Hersteller ausgestattet sind. Je nach Fachrichtung werden CNC-Programme, CAD/CAM-Systeme und FEM‑Simulationen oder Software für Architekt:innen sowie die Schaltplanerstellung und SPS-Simulation genutzt. Damit trainieren sie genau die Werkzeuge, die sie später im Berufsalltag benötigen.
Praxisprojekte: Technik erleben, verstehen, umsetzen
Ein besonderes Merkmal der Weiterbildungen ist die enge Verzahnung mit realen Projekten aus Industrie und Handwerk. Die Dozierenden bringen eigene Berufserfahrung mit, kennen die Anforderungen aus der Praxis und pflegen intensive Kontakte zu regionalen wie überregionalen Unternehmen. So entstehen anspruchsvolle Projektarbeiten, durch die die Teilnehmenden echte Problemstellungen lösen – von der Konstruktion über Simulation und Berechnung bis zur fertigen Dokumentation.
Maschinentechnik: Bauraum‑Optimierung durch kreatives Engineering
In Kooperation mit der LUEHR FILTER GmbH analysierten die Teilnehmenden eine bestehende Antriebseinheit, die in komplexen Filteranlagen zum Einsatz kommt. Ziel war es, das Bauteil deutlich kompakter zu gestalten, ohne Leistung oder Robustheit zu verlieren (Bild 1). Anstatt lediglich vorhandene Komponenten neu anzuordnen, wählte das Projektteam einen methodischen Konstruktionsansatz. Die angehenden Techniker:innen entwickelten eine optimierte CAD‑Konstruktion, die den Bauraum spürbar reduziert und so die Effizienz der Gesamtanlage verbessert. Das Projekt zeigte eindrucksvoll, dass die Schüler:innen komplexe technische Anforderungen – von der ersten Idee bis zur finalen Konstruktion – souverän meistern können.
Bautechnik: Vom 2D‑Plan zum digitalen Zwilling
Wie man die Planung eines Wohn‑ und Geschäftshauses in Hybridbauweise umsetzt zeigte der Fachbereich Bautechnik. Die Herausforderung: ein vollumfängliches, parametrisches Gebäudemodell entwickeln. Mit der BIM-Software Autodesk Revit entwickelten Schüler:innen eine barrierefreie Einzelhandelsfläche im Erdgeschoss und großzügige Wohnungen im Obergeschoss (Bild 2 und 3). Jede Änderung im Modell aktualisierte automatisch Ansichten und Schnitte, sodass die Teilnehmenden lernten mit Abhängigkeiten zu arbeiten und diese zu managen. Das Ergebnis: ein vollständiger Digital Twin mit anschließendem 3D-Druck der Architekturmodelle – eine wertvolle Kompetenz für den modernen Hochbau.
Elektrotechnik: Regelungstechnik zum Anfassen
Auch im elektrotechnischen Bereich entstehen innovative Projekte – von der elektronischen Wippe bis zum selbstbalancierenden Segway. Beide Versuchsaufbauten basieren auf Arduino‑Systemen und vermitteln Grundlagen der Regelungstechnik auf anschauliche Weise. Mit Laserdistanzsensoren, Servomotoren und verschiedenen PID‑Reglern lernen die Teilnehmenden, wie sensibel Steuerungsprozesse reagieren und wie sich technische Systeme stabilisieren lassen. Viele Bauteile werden dabei im schuleigenen 3D‑Druck gefertigt – ein zusätzlicher Einblick in moderne Prototypenfertigung (Bild 4 und 5).
KI: Werkzeug der nächsten Techniker‑Generation
Technische Fachkräfte stehen heute vor neuen Anforderungen: Prozesse optimieren, Daten bewerten, Entscheidungen treffen. Um auf diese Rolle vorzubereiten, integrieren die Ludwig Fresenius Schulen das hauseigene, datenschutzkonforme KI‑Tool „Next Generation AI“ aktiv in die Weiterbildung. Die KI unterstützt etwa bei der Konstruktion komplexer Baugruppen, in der BIM‑Planung oder der Programmierung von Mikrocontrollern.
Dabei geht es nicht um blindes Vertrauen – sondern um den bewussten Umgang mit KI. In sogenannten Red‑Teaming‑Szenarien analysieren die Teilnehmenden bewusst fehlerhafte KI‑Vorschläge, beispielsweise sicherheitskritische Fehlanweisungen aus dem Technikalltag. So lernen sie, Ergebnisse kritisch zu prüfen und Verantwortung zu übernehmen. Prompt‑Engineering gehört daher fest ins Programm.
Die angehenden Techniker:innen werden dadurch zu strategischen Wissensmanagern – ein entscheidender Vorteil in der Berufswelt.
Beste Voraussetzungen für den nächsten Karriere-Step
Mit so viel Praxis gelingt der Einstieg in den nächsten Karriere-Step fließend. Absolvent:innen tragen den Titel „Staatlich geprüfte:r Techniker:in“ mit der ergänzenden Abschlussbezeichnung „Bachelor Professional in Technik“. Damit eröffnen sich viele Türen: Ob in Führungspositionen bei Unternehmen, in der öffentlichen Verwaltung oder als Selbstständige. Zusätzlich erwerben die Absolvent:innen automatisch die Fachhochschulreife und haben die Möglichkeit sich auch als Ausbilder:in zu qualifizieren.
Alle Techniker-Weiterbildungen starten jedes Jahr im März und Oktober und finden in Vollzeit statt (im Herbst auch in Teilzeit). Das monatliche Schulgeld liegt bei 189 Euro. Fördermöglichkeiten bestehen unter anderem durch Aufstiegs-BAföG, BAföG, Bildungskredit und Bildungsgutschein von Arbeitsagentur oder Jobcenter.
Bei regelmäßigen Infoterminen können Interessent:innen sich vor Ort über die Weiterbildungen und die Zugangsvoraussetzungen informieren. Aktuelle Termine, weitere Informationen und die Möglichkeit zur Online-Anmeldung gibt es unter www.ludwig-fresenius.de.




