Am 29. Februar 2012 fand die Auftaktveranstaltung im Harnack-Haus in Berlin statt. Der Einladung dazu folgte der BVT-Hauptgeschäftsführer, Gerard Wolny, gerne. Thema der Veranstaltung war die Gestaltung der Übergänge von der beruflichen in die hochschulische Bildung. Ein ebenso wichtiges wie anspruchsvolles bildungspolitisches Ziel. Vor allem, wenn das Studium neben der Erwerbs- oder Familienarbeit möglich sein soll.
Dabei treten die unterschiedlichsten Fragen auf die Agenda der Hochschulen, wie flexible Studienzeiten und Studienorte, die Entwicklung von an Berufserfahrung anschließenden Lernmethoden sowie der Anrechnung beruflich erworbener Kompetenzen. Fragen der inhaltlichen Passung des Studiengangs, der zeitlichen Organisation sowie der Integration in die Hochschule stehen bei den Studieninteressierten im Fokus. Diesen Herausforderungen stellt sich die BMBF-Initiative „ANKOM – Übergänge von der beruflichen in die hochschulische Bildung“. Über einen Zeitraum von ca. drei Jahren werden zwanzig Projekte an Universitäten, Fachhochschulen und einem Bildungswerk gefördert, um Übergangsmaßnahmen an Hochschulen zu implementieren und zu erproben. Sinn und Zweck dieser Projekte ist es, einen Beitrag zu leisten, um den Übergang in ein Hochschulstudium zu verbessern und das Studium neben einer Berufstätigkeit erfolgreich zu absolvieren.
Begrüßt wurden die Teilnehmer durch Dr. habil. Edith Braun, Wissenschaftliche Leitung des HIS-Institut für Hochschulforschung, und von Wolfgang Bischoff, vom Referat „Ordnung und Qualitätssicherung der beruflichen Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Barbara Hemkes vom Bundesinstitut für Berufsbildung, Dr. Walburga Freitag, vom HIS-Institut für Hochschulforschung und auch Dr. Regina Buhr, vom Institut für Innovation und Technik (iit), hießen die Teilnehmer ebenfalls herzlich willkommen.
Mit ihrem Vortrag „Die Lifelong-Learning-Hochschule für beruflich Qualifizierte: Anforderungen und Perspektiven“ zeigte Prof. Dr. Ada Pellert gleich mehrere Ansatzpunkte für die Projekte auf. Die Expertin von der Deutschen Universität für Weiterbildung in Berlin, wies die Hochschulen insbesondere darauf hin, wie wichtig es sei, die Lernenden in den Mittelpunkt zu stellen. Die Professorin appellierte an die an dem Projekt beteiligten Hochschulen, sich ernsthaft zu hinterfragen, ob sie mit ihrer derzeitigen Ausbildung eine wirkliche Handlungsfähigkeit erzielen. Bezogen auf die geplanten bzw. bereits eingeleiteten Kooperationsmodelle, machte die Expertin deutlich, wie wichtig eine gemeinsame Qualitätssicherung ist. Abschließend forderte Prof. Dr. Pellert die beteiligten Hochschulen auf, in ihren Projekten die Diversität der Gesellschaft stärker zu berücksichtigen.
Dr. Walburga Freitag, vom HIS – Institut für Hochschulforschung zeigte die Ziele und Herausforderungen aus der Perspektive der wissenschaftlichen Begleitung auf.
Bei der anschließenden Podiumsdiskussion ging es um die Frage, welche Beiträge seitens der beruflichen Bildungen, der Sozialpartner und der Studierenden geleistet werden können, um Übergänge beruflich Qualifizierter zu erhöhen und nachhaltig zu gestalten.
Der BVT wird die Entwicklungen dieser Initiative weiterverfolgen und sich dafür einsetzen, dass auch die Fachschulabsolventen bei den Übergangsmaßnahmen an Hochschulen adäquat berücksichtigt werden.
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